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Das Nummernkonto verliert seinen Glanz Inhaber der beruchtigten Schweizer Konten mussen bei Uberweisungen kunftig ihren Namen offenbaren

Handelsblatt, May 27, 2004
Oliver Stock
 

 

ZURICH. Schweizer Bankiers, die sich gerne anglophil geben, sprechen vom "Sturm in der Teetasse", wenn sie auf eine Gesetzesanderung angesprochen werden, die am 1. Juli in der Alpenrepublik in Kraft tritt. "Ein Scheinproblem", sagt James Nason , Sprecher der Schweizerischen Bankiervereinigung. Tatsachlich verschwindet jedoch ein Mythos. Was bleibt, ist allenfalls ein Marketinggag: Die Rede ist vom Nummernkonto.

Bislang konnen Kunden bei Schweizer Banken ein Konto einrichten, das unter einer Nummer oder einem Decknamen gefuhrt wird. "Octopussy" oder "Violine" werden dabei gern gewahlt. Der Bank ist zwar intern die Identitat des Kontoinhabers bekannt, nach au?en gibt sie aber keine Auskunfte. Von solchen Konten lasst sich Geld anonym uberweisen; Finanzamter und Fahnder haben das Nachsehen. Der Kinoheld James Bond musste noch in seinem vorletzten Abenteuer "Die Welt ist nicht genug" mit gezuckter Dienstwaffe einen Schweizer Bankier uberreden, den Namen preiszugeben, der sich hinter einer Zahlenkombination verbarg.

In der wirklichen Welt haben es Fahnder kunftig einfacher. Die schweizerische Form der Kontenverwaltung, die - wie etwa die Deutsche Bank in einer Mitteilung bissig feststellt - in Deutschland nicht zulassig ist, fallt der Geldwascheverordnung zum Opfer. Sie ist in der Schweiz im vergangenen Juli in Kraft getreten. Artikel 15 wird nach einjahriger Frist im kommenden Juli wirksam. Danach mussen kunftig grenzuberschreitenden Gelduberweisungen Name und Domizil des Auftraggebers enthalten. Halt sich das Schweizer Kreditinstitut nicht daran, wird die Empfangerbank die Summe zuruckweisen, weil sie kein Geld aus anonymen Quellen mehr annehmen darf. Die neuen Regeln stammen von der FATF, jener Einsatztruppe gegen Geldwasche, die im Auftrag der Industriestaaten-Organisation OECD arbeitet.

Schweizer Bankierskreise versuchen die Aufregung uber die Abschaffung zu dampfen. Immerhin bleibe das Nummernkonto insofern bestehen, als dass Kunden immer noch ein solches Konto eroffnen konnten und nur einem kleinen Kreis von Bankangestellten die wahre Identitat des Kontoinhabers bekannt sei, sagt Verbandssprecher Nason. Wie wichtig dieser Vorteil ist, wei? Franz Xaver Micheloud, dessen gleichnamige Firma - Werbebotschaft: "Wir sprechen auch Russisch und Arabisch" - sich darauf spezialisiert hat, fur Auslander Nummernkonten in der Schweiz zu eroffnen. "Wir verkaufen einen Traum", sagt er. Eine Schweizer Bankverbindung sei fur viele nun einmal nur dann eine feine Adresse, wenn es sich um ein Nummernkonto handele.

Daneben hat Micheloud aber auch noch einige ganz handfeste Beobachtungen gemacht: Mit dem absehbaren Inkrafttreten der Neuregelung haben die Schweizer Kreditinstitute auffallig viele Niederlassungen in Steuerparadiesen wie den Cayman-Inseln etabliert. Und: Die Schweizer Bankiers, so berichtet Micheloud, haben entdeckt, dass sie die Neuregelung auch zu ihren Gunsten nutzen konnen. Sie versuchen, ihre Kunden zu uberzeugen, ihr Geld doch gar nicht erst ins ferne Ausland zu uberweisen, sondern lieber in der vor dem Zugriff der Steuerfahnder weitgehend sicheren Schweiz zu lassen.

Damit skizziert Dienstleister Micheloud ein Szenario, das der Idee der FATF naturlich zuwiderlauft. Dass die Suche nach neuen Steuer-Schlupflochern auf Hochtouren lauft, sorgt in der Alpenrepublik jedoch weitgehend nur fur Schulterzucken. So schreibt der Genfer Rechtsanwalt und Finanzfachmann Carlo Lombardini in einem Aufsatz zur Geldwasche: Die neue Bestimmung werde den Kampf kaum erleichtern. "Kein Geldwascher ware so damlich, seine Uberweisung unter dem eigenen Namen im Stil von ,Uberweisen Sie auf Anordnung von Pablo Escobar' ausfuhren zu lassen."


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